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Arter Matthias

(10. 10. 1964)

Arter Matthias
Arter Matthias
Hagenholzstrasse 78
CH-8050 Zürich
Schweiz

Tel: +41 (0)1 492 50 69


Biographie
Matthias Arter, *10. 10. 1964. Oboist und Komponist. Studium bei Thomas Indermühle und Heinz Holliger. Tätigkeit als Solist (u.a. Collegium Novum Zürich) und Improvisator. Dozent an der Hochschule der Künste Bern. Seit 2007 Präsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins. Lebt in Zürich.

Matthias Arter ist ein Musiker, der einen ganz eigenen Weg für seine künstlerische Tätigkeit begeht. So tritt er beispielsweise seit Jahren als Solomusiker und Improvisator auf, beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischen Kunstformen und beschreitet auch mit ungewohnten Programmkonzepten neue Wege. Seine Ensembles haben sich in den letzten Jahren bestens bewährt, so das Bläseroktett Octomania, æquatuor, oder das Arion-Quintett. Seit mehreren Jahren ist Matthias Arter auch mit Kompositionen an die Öffentlichkeit getreten. Ferner ist er als Dirigent tätig und unterrichtet an der Hochschule der Künste Bern (HKB) Oboe, Kammermusik und Improvisation. Die Projekte, die er selber initiiert und durchführt, sind häufig transdisziplinär und transkulturell angelegt (pre-art.ch). Sein bisheriges Schaffen hat Matthias Arter auf vielen CD's dokumentiert, die bei pan classics, en avant, col legno, Arte Nova und Musikszene Schweiz erschienen sind.


Liste des oeuvres
Chinesisches Fragment No. 1 (1991-1992)
Kanon
für 3 Frauenstimmen
Texte: Peking-Oper
Die Grundidee der drei Fragmente ist das Unvollkommene aller menschlichen Seinsformen. Textvorlagen bilden einzelne Sätze aus einer traditionellen Peking-Oper, welche in den drei Stücken systematisch zergliedert werden; dies auch als Zeichen des Eindrucks einer nur kollektiv funktionierenden Gesellschaft in China. Das erste Fragment ist ein Kanon für drei (gleiche) Frauenstimmen; das zweite ist ein vierstimmiges Männerstimmenstück mit Geräuschimprovisation; das dritte ist als Monodie für vier Stimmen (SATB) konzipiert, aus welcher sich im Laufe des Stücks eine Zweistimmigkeit ergibt. Alle Fragmente können chorisch oder solistisch aufgeführt werden.
Durée: 4' 00"
Manuscrit
Chinesisches Fragment No. 1 (Version 1997) (1997)
Kanon
für 4 Frauenstimmen
Durée: 6' 00"
Manuscrit
Chinesisches Fragment No. 2 (1991-1992)
für Männerstimmen oder Chor a capella
Texte: Peking-Oper
Die Grundidee der drei Fragmente ist das Unvollkommene aller menschlichen Seinsformen. Textvorlagen bilden einzelne Sätze aus einer traditionellen Peking-Oper, welche in den drei Stücken systematisch zergliedert werden; dies auch als Zeichen des Eindrucks einer nur kollektiv funktionierenden Gesellschaft in China. Das erste Fragment ist ein Kanon für drei (gleiche) Frauenstimmen; das zweite ist ein vierstimmiges Männerstimmenstück mit Geräuschimprovisation; das dritte ist als Monodie für vier Stimmen (SATB) konzipiert, aus welcher sich im Laufe des Stücks eine Zweistimmigkeit ergibt. Alle Fragmente können chorisch oder solistisch aufgeführt werden.
Durée: 5' 00"
Manuscrit
Chinesisches Fragment No. 3 (1991-1992)
für Solostimmen oder Chor a capella (SATB)
Texte: Peking-Oper
Die Grundidee der drei Fragmente ist das Unvollkommene aller menschlichen Seinsformen. Textvorlagen bilden einzelne Sätze aus einer traditionellen Peking-Oper, welche in den drei Stücken systematisch zergliedert werden; dies auch als Zeichen des Eindrucks einer nur kollektiv funktionierenden Gesellschaft in China. Das erste Fragment ist ein Kanon für drei (gleiche) Frauenstimmen; das zweite ist ein vierstimmiges Männerstimmenstück mit Geräuschimprovisation; das dritte ist als Monodie für vier Stimmen (SATB) konzipiert, aus welcher sich im Laufe des Stücks eine Zweistimmigkeit ergibt. Alle Fragmente können chorisch oder solistisch aufgeführt werden.
Durée: 9' 00"
Manuscrit
Solo 1993 (1993)
für Blockflöte solo
Ein Solostück für die (frühbarocke) G-Altblockflöte; alle Möglichkeiten (und ein bisschen mehr ...) werden hier ausgeschöpft. Der etwas rauhe Klang hat mich zu einer äusserst virtuosen, am Ende zweistimmigen (+ Stimme) Komposition angeregt.
Durée: 8' 00"
Manuscrit
5 Eisstücke (1994)
für doppeltes Blockflötenquartett
Die Idee der "Eisstücke" ist ein Ensemblestück, welches für fortgeschrittene Laien oder StudentInnen spielbar ist und trotzdem ein Profiensemble nicht unterfordert. Das zweite Quartett ist für vier Bassflöten gesetzt, das erste wechselweise für Sopran, Alt und Tenor. Die fünf zum Teil sehr kurzen Stücke basieren auf einem achtstimmigen Akkord und verlangen ein äusserst konzentriertes Ensemblespiel.
Durée: 9' 00"
Manuscrit
Konzert für Kontrafagott und Streichorchester (1995)
Mit diesem Werk möchte ich das Kontrafagott aus seiner geruhsamen Rolle im Orchester als Instrument für Unheimliches oder Komisches herausreissen. Der Solopart ist nur von einem Virtuosen ausführbar (das bedeutet nicht nur schnelle Noten, sondern auch klanglich anspruchsvolle Passagen, Mehrklänge, etc.). Der Orchesterpart dagegen kann von einem ambitionierten Laienensemble gespielt werden.
Durée: 18' 00"
Manuscrit
Changes (1996)
für Englischhorn (auch Oboe und Musette) und Elektronik
Das Stück verlangt ausser dem Englischhorn auch eine Musette in F sowie ein Delay-Gerät. Das Werk enthält auch gestische Elemente.
Durée: 13' 00"
Manuscrit
Once upon a time (1997)
für Barockoboe (a = 415 Hz) und Oboe (a = 440 Hz)
Dieses Stück ist Resultat der Auseinandersetzung mit Vergangenem, (Un-) erreichbarem, Unwiderruflichem, eventuell Wiederholbarem. Die kleine Sekunde erhält wegen der speziellen Stimmung der beiden Instrumente eine besondere Bedeutung, dies im speziellen, weil am Schluss beide OboistInnen dieselben Noten zu spielen haben.
Durée: 8' 00"
Manuscrit
Undo (1997)
für Ensemble (beliebige Besetzung, 3 - ca. 15 Mitwirkende)
Konzeptstück
Durée: var.
Manuscrit
Redo (1997)
für improvisierendes Blasinstrument (oder Stimme) und Streichorchester
Dieses Stück soll ohne DirigentIn gespielt werden. SolistIn (beliebiges Blasinstrument oder Stimme) gibt den Einsatz zu den drei Teilen des Werkes. Auch im Orchester sind improvisative Elemente enthalten.
Durée: 15' 00"
Manuscrit
3 Studien für Streichorchester (1997)
Orchesterversion von "Redo". Kann mit oder ohne DirigentIn aufgeführt werden.
Durée: 13' 00"
Manuscrit
Détours (1996-1998)
für Bläserquintett (A-Fl, Engl-Hn, B-Klar, Hn, Fag)
Häufiger Einsatz von Spielweisen wie "alla tromba", stellenweise teilweise demontiertes Horn, FagottistIn singt viel.
Durée: 18' 00"
Manuscrit
Voice (1996-1998)
für Horn
"Voice" ist das ausgedehnte Hornsolo aus dem Bläserquintett "Détours". Für eine reichere Klanggebung müssen dem Instrument zwei Bögen entfernt werden.
Durée: 4' 00"
Manuscrit
another beautiful day (2000)
für Klavier, Cello und 2-3 andere MusikerInnen
Ausgehend vom Bedürfnis mich mit dem Klavier auseinander zu setzen, inspiriert durch den Wunsch von æquatuor, ein Stück für dieses Ensemble zu komponieren, entstanden zunächst die 3 Klavierstücke und (mit identischem Klavierpart) another beautiful day; der Titel ist ein Zitat eines gedankenlosen Ausspruches zwischen Probe und Konzert auf einer Konzerttournée in Neuseeland, ist also nicht wie allgemein üblich eine Mischung von philosophischer, inhaltlicher und formaler Betrachtung, ist demnach ebenso ernst oder nicht ernst gemeint und zu nehmen wie jeder andere Werktitel auch.Die Klavierstücke wurden durch drei Stimmen angereichert, was aber keineswegs immer zu mehr Musik führte: Addition kann auch Manipulation sein und dadurch zu Reduktion führen. Die hinzugefügten Instrumente sind ausser dem Violoncello zwei Perkussionsstimmen, wobei das einzige Instrument, welches die beiden MusikerInnen zu spielen haben, dass Innere des Klaviers ist. Einzelne Resonanztöne können gesungen, gepfiffen, oder auf Melodica, Violine o.ä. gespielt werden. Der Klavierpart beschränkt sich dagegen auf reines Tastenspiel.
Durée: 13' 00"
Manuscrit
Música (2000)
für tiefe oder für hohe Stimme solo
Texte: Cecilia Meireles
Version 1 für hohe Stimme.Version 2 für tiefe Stimme.Música ist ein Auftrag des Altisten Luis Alvez da Silva und vertont einen Text der brasilianischen Dichterin Cecilia Meireles. Klanglich gibt es verschiedene Efffekte zwischen Ton und Geräusch. Ausserdem sollte der Sänger/die Sängerin auch verschiedene Geräusche mit einer Zeitung produzieren (Zerreissen, kratzen, zerknüllen etc.). Dies kann allerdings auch durch eine zweite Person geschehen.
Durée: 7' 00"
Manuscrit
5 Stücke für Bläserquintett (2001)
Durée: 15' 00"
Manuscrit
Solo 2001 (2001)
für Flöte solo
Durée: 5' 00"
Manuscrit
Sieben mal sieben (2001)
für Altflöte, Oboe (auch Melodica), Bassklarinette, Violine, Kontrabass, Harfe und Akkordeon
Durée: 18' 00"
Manuscrit
Solo 2002 (2002)
für Violine solo
Durée: 3' 00"
Manuscrit
Duo 2004 (2004)
für Melodica und Banjo
Durée: 7' 00"
Manuscrit
Cadenza (2005)
für Violoncello solo
"Cadenza" besteht aus den Teilen "Abstieg", "Aura I" (mit 2 Interventionen) und "Aufstieg".
"Aura I" wird mit 2 Bögen gespielt, einem in jeder Hand.
Es gibt folgende Aufführungsmöglichkeiten:
1. Als Kadenz (an Stelle des 3. Satzes) des Cellokonzertes Nr. 1 von Dmitri Schostakovich: Abstieg - Aura I (gekürzte Variante mit vi=de) - Aufstieg.
2. Als Solostück, lange Version: Abstieg - Aura I - Aufstieg.
3. Als Solostück, mittlere Version: Abstieg - Aura I.
4. Als Solostück, kurze Version: Aura I. Bei dieser Variante soll das Stück unter dem Titel "Aura I" gespielt werden.
Die beiden Teile "Abstieg" und "Aufstieg" können nicht einzeln aufgeführt werden.
Durée: 12' 00"-16' 00"
Manuscrit
Aura I (2005)
für Violoncello solo
Teil von "Cadenza". "Cadenza" besteht aus den Teilen "Abstieg", "Aura I" (mit 2 Interventionen) und "Aufstieg".
"Aura I" wird mit 2 Bögen gespielt, einem in jeder Hand.
Durée: 10' 00"-13' 00"
Manuscrit
Cantando (2006)
für Violine solo
Durée: 2' 00"
Manuscrit
Solo 2006 "Cantando - recitando" (2006)
für Violoncello solo
Durée: 5' 00"
Manuscrit
Solo 2007 "Dialog" (2007)
für Akkordeon solo
Durée: 10' 00"
Manuscrit
Epilog (2009)
für Flöte, (Sopran ad libitum) und Streichorchester
Durée: 6' 00"
Manuscrit
De Zytvogl (2010)
für Sopran und Klavier
Texte: Sylvia Nopper
Durée: 7' 00"
Manuscrit
Repertoire
Matthias Arter: Changes für Englischhorn (auch Oboe und Musette) und Elektronik
Felix Baumann: Intervention für Oboe solo
Gary Berger: X-ation für Oboe und Live-Elektronik
Luciano Berio: Sequenza VII
Rainer Boesch: Zweite Erzählung
Elliot Carter: Inner Song
Violeta Dinescu: Cime lointain für Oboe solo
Walter Feldmann: le sexe du noyé für oboe und resonanzelektronik
Klaus Huber: Ein Hauch von Unzeit I pour flûte seule ou flûte avec quelques instruments quelquonques...
Nicolaus A. Huber: Vor und zurück
Hans Ulrich Lehmann: Monodie für beliebiges Blasinstrument
Heinz Marti: Ombra für Bass-Blockflöte (oder ein anderes tiefes Holz-Blasinstrument) oder Buggle oder Sax oder Violine oder Viola oder Violoncello
Joe Nickerson: Labyrinth für Oboe solo
Nadir Vassena: Animae per oboe solo
Diskographie
Metamorphoses (pre art music Nr. PAM 001, 2014)
Interpreten:
Arter, Matthias
Brenner, Andreas
Werke:
Holliger, Heinz: Sonate (1956-1957/1999)
Mit weiteren Werken von: Benjamin Britten, Emre Sihan Kaleli, Paul Huber
4VentiQuattro: Undo (RECREC Nr. COOL 9802009, 1997)
Interpreten:
Arter, Matthias
Vecellio, Valentin
Werke:
Arter, Matthias: Undo (1997)
Mit weiteren Werken von: Ursula Maehr, Susann Wehrli
Info: www.fonoteca.ch
Bibliographie
Hauser, Florian: Metamorphoses (Rezension der CD), in: Dissonanz (Juni 2014) 126 (2014), S. 67 [Internet]
Eidenbenz, Michael: Auf direktem Weg von der Idee zur Tat. Der Oboist, Komponist und Organisator Matthias Arter, in: Dissonanz 87 (2004) [Internet]
Ensembles