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Derungs Gion Antoni (06. 09. 1935 - 04. 09. 2012)




Derungs Gion Antoni
Arlibonstr. 34
CH-7000 Chur
Schweiz
Tel. +41 (0)81 353 27 58



Biographie

Gion Antoni Derungs wurde in Vella/Lugnez (Kanton Graubünden/Schweiz) geboren. 1949-55 besuche Gion Antoni Derungs die Klosterschule Disentis und schloss das humanistische Gymnasium mit der Matura ab. In der Gymnasialzeit nahm er zunächst Klavier- und Orgelunterricht bei Giusep Huonder in Disentis, darauf bei seinem Onkel Duri Sialm, einem bedeutenden rätoromanischen Komponisten, welcher am Genfer Konservatorium bei Otto Barblan und Bernhard Staffenhagen studiert hatte. Am Konservatorium und an der Musikhochschule in Zürich studierte Gion Antoni Derungs Klavier, Orgel, Schulgesang, Direktion und Partiturspiel und beendete seine Studien mit verschiedenen Diplomen (Paul Müller, Hans Andreae, Luigi Favini u.a.). Von 1960-62 war er Musikdirektor in Lichtensteig/Toggenburg. Seit 1962 unterrichtete Gion Antoni Derungs am Kantonalen Lehrerseminar in Chur und ist Domorganist an der Kathedrale Chur. Von 1962-69 leitete er die rätoromanischen Chöre Alpina und Rezia in Chur. Im Jahre 1971 gründete Gion Antoni Derungs das Quartet grischun, einen Chor, der vor allem moderne Musik aufführte. Er leitete diesen Chor bis 1993. Im Jahre 1982 verlieh der Kanton Graubünden dem Komponisten Gion Antoni Derungs einen Anerkennungspreis. Im Jahre 1986 wurde die Oper "Il cerchel magic", die erste rätoromanische Oper, mit großem Erfolg in Chur uraufgeführt. 1996 wird seine zweite rätoromanische Oper "Il semiader" ebenfalls in Chur uraufgeführt. Seine frühen Kompositionen lasse Einflüsse Strawinskys, Schostakowitschs, aber auch von Schweizer Komponisten wie Willy Burkhard und Paul Müller-Zürich erkennen. In seinen Werken der sechziger- und siebziger Jahre setzte Gion Antoni Derungs sich intensiv mit der Avantgarde ­ etwa Ligeti und Lutoslawski ­ auseinander. Später verwendete Gion Antoni Derungs in seinen Kompositionen neben nicht tonalen Elementen auch erweiterte Tonalitätsbezuge. Dazu kommen zu jeder Zeit immer wieder wichtige Anregungen aus der rätoromanischen Volksmusik und aus der Gregorianik. Eine besondere Vorliebe gilt der Kammermusik. Hier spielt neben den bereits erwähnten Einflüssen auch der Divertimentocharakter französischer Komponisten eine Rolle (Milhaud, Français).

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Liste des oeuvres

Diskographie

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