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Schlumpf Martin (03. 12. 1947)




Schlumpf Martin
Alte Endingerstr. 4
CH-5303 Würenlingen
Schweiz
Tel. +41 (0)56 281 10 75
Fax +41 (0)56 281 34 78
Email
Internet: www.martinschlumpf.ch/


Biographie

Martin Schlumpf wurde in Aarau geboren. Dort besuchte er die Schulen bis zur Matura 1966.
Während dieser Zeit wirkte er in verschiedenen Jazzformationen als Kontrabassist und gelegentlich auch als Saxophonist mit. Im klassischen Bereich erhielt er während acht Jahren Cellounterricht und in unregelmässigen Abständen übte er auch das Klavierspiel.
Nach einem zentralen Hörerlebnis durch Musik Anton Weberns begann der junge Musiker 1964 mit ersten Kompositionsversuchen.
1968 begann er sein Musikstudium in Zürich. Dabei belegte er folgende Hauptfächer
- Klarinette (Hansjürg Lethold)
- Klavier (Warren Thew und Evelyne Dubourg)
- Dirigieren (Ferdinand Leitner)
- Theorie und Komposition (Rudolf Kelterborn)
1971 erhielt er das Klavierlehrdiplom bei Warren Thew, 1972 schloss er seine Studien bei Rudolf Kelterborn mit dem Theoriehauptfachdiplom ab.
Weitere Studien in Komposition führten ihn 1974 zu Boris Blacher in Berlin.
Martin Schlumpf wurde 1975 Klavierlehrer am Seminar Küsnacht ZH und Musiklehrer am Gymnasium Freudenberg Zürich. Seit 1977 ist er Professor für Musiktheorie an der Hochschule Musik und Theater Zürich, ab 1991 unterrichtet er auch noch das Fach Gruppenimprovisation.
Bis 1980 war Martin Schlumpf vor allem als Komponist im E-Musik-Bereich tätig und gewann dabei auch diverse Preise bei Kompositionswettbewerben, u.a. 1. Preise in den Wettbewerben der Stadt Zürich von 1972 und 1979, sowie im Tonhalle-Wettbewerb 1975.
Ab 1980 besann er sich auf die improvisierte Musik zurück und spielte in verschiedenen eigenen Gruppen: zuerst als Kontrabassist zusammen mit Urs Blöchlinger im "Trio 80", dann ab 1982 als Saxophonist und Bassklarinettist im zwölfköpfigen Orchester "Swiss Fusion 84", dem Sextett "Die Vögel" und vor allem im "Bermuda Viereck".
Martin Schlumpf wirkte auch bei mehreren anderen Projekten mit, so beteiligte er sich beispielsweise
- beim Filmmusic Project von Christoph Baumann
- im "Duck Dich"-Cabaret mit Martin Hamburger
- im John Tchicai-Orchestra
- in der Big Band "Notspielplatz Zürich"
- beim internationalen Orchester "Cadavre exquis" von Urs Blöchlinger
- bei den Theaterprojekten "Krötenaquarium" und "Attinghausen".
Seit 1987 ist er als Sopransaxophonist zudem Mitglied des Aargauer Saxophon Quartetts.
Seit Ende der 80er Jahre übt Martin Schlumpf vielfältige Tätigkeiten im Schnittfeld zwischen Improvisation und Komposition aus. Zunehmendes Gewicht legt er dabei auf die Arbeit als Komponist in einem veränderten, quasi "postmodernen" Stil, in dem Werke wie der Zyklus "Vier Jahreszeiten", das Klavierkonzert "Mouvements", "Klarinettentrio", "Rattaplasma 2" oder das Cellokonzert "Waves" entstanden sind.
Seit 1999 zieht Martin Schlumpf vermehrt auch den Computer in die Kompositionsarbeit ein. Ziel ist es, eine vergrösserte Klangpalette und komplexe polymetrische Strukturen zu erzielen.
1999 erhielt er einen Forschungsauftrag der Hochschule Musik und Theater Zürich zur Computer-Klangbearbeitung einzelner "Studies for Player Piano" von Conlon Nancarrow.
Martin Schlumpf lebt mit seiner Frau in Würenlingen.


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Liste des oeuvres

Diskographie

Bibliographie

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