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Schneider Michael

(06. 09. 1964)

Schneider Michael
Schneider Michael
Hungerbergstrasse 26
CH-5000 Aarau
Schweiz

Tel: +41 (0)62 822 84 81
Internet: www.michael-schneider.ch/

Biografia
Studium der Musikwissenschaft, Neuen Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Kompositionsstudium am Konservatorium Bern bei Dimitri Terzakis. Meisterkurse für Komposition bei Edison Denissow. Mitglied der Komponistengruppe "Groupe Lacroix". Kompositionsaufträge u.a. der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, des Mitteldeutschen Rundfunks, des Ensemble Contrechamps und der Musica Vocalis Rara. Förderbeiträge des Aargauer Kuratoriums. Vielfältige Tätigkeit im Bereich der Kulturvermittlung (u.a. Stapferhaus Lenzburg, Jeunesses Musicales Aargau, Peter Mieg-Stiftung, Leitung Pan Musikverlag, Museum der Kulturen Basel). Auslandaufenthalt in Sydney 1998/99 mit zahlreichen Kontakten zur australischen Musikszene (New Music Network, Australian Music Centre, Peter Sculthorpe). Künstlerische Leitung der Wettinger Kammerkonzerte.

Elenco delle opere
La beauté retrouvée (1991)
für Klavier vierhändig
"La beaute retrouvée" ist ein Stück in memoriam des Schweizer Komponisten Peter Mieg: Der Titel knüpft bei Marcel Proust an, dessen Roman "A la recherche du temps perdu" den für Mieg wichtigsten literarischen Einfluss darstellte. In abgewandelter Form spielt der Titel des Klavierstücks auf diesen Romantitel an und verweist gleichzeitig auf das spezifische Musikideal, zu dem sich Mieg in seinem kompositorischen Oeuvre verpflichtet fühlte. Die Kreuzform der formalen und harmonischen Disposition unterstreicht dabei symbolisch den "in memoriam"-Charakter des Stückes.
Relativ einfacher Klavierpart in Space-Notation; zerbrechliche Klänge, zwischen den Spielern dialogisierend.
Durata: 4' 00"
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CHF: 16.00
Evokation (1991)
für Violine, Klarinette und Klavier
Impulsive, fiebernde Bewegung mit lyrischen Aufhellungen.
Durata: 5' 00"
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CHF: 18.00
Der Mann im Mond (1991-1992)
für 3 Sprechrollen, Oboe, Saxophon, Violine, Violoncello und Schlagzeug (1 Spieler)
Testo: Georg Britting
Expressionistisches Drama nach Georg Britting über das Scheitern, am Leben und Glück Dritter teilzuhaben.
Durata: 30' 00"
Manuscritto
Licht über Schatten (1993)
für zwei Flöten
"Licht über Schatten" ist Anne Franks Stiefmutter, Elfriede Frank, gewidmet, im Andenken an ihren Sohn aus erster Ehe, Heinz Geiringer, sowie an die zwei Töchter ihres zweiten Mannes Otto Frank, Margot und Anne: drei Kinder, die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung wurden. Als Motto ist dem Stück ein Gedicht des unter Stalin verfolgten russischen Lyrikers Ossip Mandelstam vorangestellt. In ihm wird der Ohnmacht die Hoffnung gegenübergestellt, die Überzeugung, dass der Widerstand gegen das Totalitäre im Kleinen beginnt:

In weite Ferne gehen Hügel: Menschenköpfe
Mich wird man nicht mehr sehn, ich wird verschwindend klein -
Und doch: in Kinderspielen, Büchern, zärtlichen Geschöpfen
werd ich einst auferstehend sagen, dass die Sonne scheint
Durata: 7' 00"
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CHF: 18.00
Von einer Wanderung (Werner Wehrli) (1992-1995)
für Kammerorchester
Werner Wehrli (1892-1944) gehörte in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zu den namhaften Schweizer Komponisten. Sein facettenreiches Werk umspannt sämtliche musikalischen Gattungen und reicht von der Oper bis zu musikpädagogischen Gebrauchsstücken. Nach der Ausbildung in Zürich, Berlin, Frankfurt und Basel entfaltete Wehrli in seiner Heimatstadt Aarau eine breitgefächerte Tätigkeit auch als Dirigent und Musikpädagoge. Nach einem Ausflug ins Säntisgebiet komponierte Wehrli 1921 einen Klavierzyklus aus 22 poetischen Miniaturen. Entstanden sind farbige Reiseimpressionen, die von der Naturverbundenheit des Komponisten zeugen und "in ihrem Reichtum an differenziert wiedergegebenen Stimmungen nur mit den entsprechenden Gattungsbeiträgen impressionistischer Musiker verglichen werden können" (Walter Labhart). Die vorliegende Instrumentation stellt acht Stücke zu einem Zyklus für Kammerorchester zusammen, wobei im Hinblick auf eine Erleichterung der Aufführungsmöglichkeiten bewusst eine Beschränkung auf sechs Blasinstrumente (einfach besetztes Holz sowie Horn und Trompete) erfolgte. Ein relativ umfangreicher Schlagzeugpart (der allerdings von einem einzigen Spieler bewältigt werden kann) akzentuiert in der Orchesterfassung zusätzlich die verschiedenen in der Klavierstimme vorhandenen Färbungen.
Auch von versiertem Laienorchester realisierbar.
Durata: 11' 00"
Nepomuk Musik Verlag
c/o Breitkopf & Härtel Musikverlag
Walkmühlstrasse 52
D-65195 Wiesbaden
BRD
Tel. +49 (0)611 45 0080
vertrieb@breitkopf.de
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Über verwunschenen Ebenen (1994-1995)
für Kammerensemble (0,1,1,1- 1,0,0,0- Schlgz (1)- 2,1,1,1)
Das Stück beruht auf der Grundinspiration eines Fluges über der afghanischen Wüste, deren Bergspitzen, Strassen und Siedlungen sich - optisch scheinbar nah, geografisch und kulturell jedoch unerreichbar fern - via eine Fata Morgana in zehn Kilometern Tiefe abzeichneten.
Evokation mystischer, verzauberter (Klang-) Landschaften, grösstenteils Space-Notation.
Durata: 7' 00"
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CHF: 34.00
Desii e terre nuove (1995)
für zwei Klaviere
Der Titel Desii e terre nuove (Sehnsucht und ferne Welten) fasst vier Stücke zusammen, die von unterschiedlichen Ideen und Themen ausgehen und sich dennoch zu einem in sich geschlossenen klanglichen Zyklus vereinen. Mit virtuosen und farbigen atmosphärischen Gesten verdichten diese Stücke vier für den Komponisten prägende Eindrücke zu musikalischen Porträts. Dabei verweisen die rätselhaften Satzbezeichnungen auf die aussermusikalischen Impressionen, die dem Kompositionsprozess zu Grunde lagen. Die vibrierende tropische Atmosphäre im äussersten Norden Australiens ist Ausgangspunkt des ersten Satzes Voci sotto uno cielo tremolante (Stimmen unter flimmerndem Himmel). Ein zweiter Satz schliesst sich an, der mit Schlägern direkt auf den Saiten im Inneren des Flügels gespielt wird: ein Trauergesang, Grabspruch auf den Saiten (Epitaffio sulle corde). Den schwebend filigranen, polierten Vogelskulpturen des rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi widmet sich der dritte Satz Gli uccelli di Brancusi (Die Vögel von Brancusi). Eine Hommage an den russischen Komponisten Edison Denissow ist der letzte Satz. Die Erinnerung an einen berührenden Besuch in Denissow Moskauer Wohnung verbindet sich mit einem Zitat aus dessen Orchesterstück "Glocken im Nebel": Un momento nella ulisza studentscheskaja - Ein Augenblick in der Studentenstrasse.
Durata: 12' 00"
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CHF: 44.00
Laufen auf dünnem Eis (1992-1996)
für Orchester (Picc,2,1,Engl-Hn,2,1,Co-Fag- 4,2,3,1- Schlgz (1)- Str)
Eine Gedenktafel in der Frankfurter Ganghoferstrasse 24 erinnert daran, dass hier Anne Frank ihre frühe Kindheit verbrachte. Der Frieden, der heute über der Ganghoferstrasse liegt, erweist sich als trügerische Idylle, die nicht vor Bedrohung, Verfolgung und Tod schützte. John Lennon schrieb 1980 kurz vor seiner Ermordung im Song "Beautiful Boy": "Life is what happens to you while you're busy making other plans". Der Titel "Laufen auf dünnem Eis" ist denn auch einem anderen Lennon-Song ("Walking on thin ice") entnommen. Das Orchesterstück will jedoch keine konkrete Umsetzung dieser beiden Grundinspirationen sein, sondern sucht eine darüberhinausgehende allgemeingültige Atmosphäre zu kreieren.
Durata: 7' 00"
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CHF: 36.00
Kailash (1996)
für Horn und Klavier
Langgezogene Linien des Horns stehen "Gongschlägen" und schillernden Interpolationen des mit zwei Ketten präparierten Klaviers gegenüber.
Durata: 8' 00"
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CHF: 26.00
touch(e)! (1996)
für Klaviertrio
Der Titel "touch(e)!" bezieht sich auf die Spielarten der drei beteiligten Instrumente: la touche / toucher (französisch) resp. to touch (englisch). Das Stück beginnt ohne exakte Tonhöhen mit Glissandi der Violine und Violoncello, welche eine spezifische Atmosphäre entstehen lassen und sich zu einer Art melodischer Seufzer formen. Im weiteren Verlauf werden oft dynamische Kontraste der verschiedenen Instrumente einander gegenüber gestellt. Die Entwicklung führt zu einem expressiven Kulminationspunkt und nimmt einige Reevokationen wieder auf. Den Schluss bildet eine Art Elegie, ursprünglich evoziert durch die Schiesserei in der schottischen Schule von Dunblane im März 1996, bei der 16 Kinder ums Leben kamen.
Durata: 10' 00"
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CHF: 26.00
Colors and Countenance (1996-1997)
für Sopran und Bläserquintett
Testo: Ralph Waldo Emerson, Emily Dickinson
"Colors" und "Countenance", "Farben" und "Antlitz": zentrale Begriffe in der sensiblen amerikanischen Naturpoesie von Ralph Waldo Emerson und Emily Dickinson.
Colors = die Farben und Stimmungen von Licht und Kraft der Natur
Countenance = die Vorgänge in der Natur bewegen die menschliche Seele, widerspiegeln sich im menschlichen Antlitz.
Das menschliche Befinden ist untrennbar mit den Geschehnissen in der Natur verknüpft, das menschliche Schicksal eingebunden in den verzaubernden, von Geheimnissen durchdrungenen Lauf der Jahreszeiten.
Im ersten Satz ("In May when south winds pierced our solitudes") ist die Singstimme in ein Netz von maximal gleichzeitig vier der fünf Blasinstrumente eingebunden. Im zweiten Satz ("A light exists in spring") alterniert sie mit dem Bläserquintett in fliessenden deklamatorischen Abstufungen. Gesangliche Affekte, verknüpft mit Färbungen, Spuren und Akzentuierungen des Bläserquintetts - Colors and Countenance.
Durata: 8' 00"
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CHF: 31.00
Schubert überquert die Donau bei Wien (1997)
für Streichtrio
Zwölf Takte aus Schuberts nachgelassenem Impromptu D 946/I bilden das Material dieses Streichtrio, welches im Rahmen des Schubert-Jahres 1997 für das Festival "Sarine's Pilgrim" koponiert wurde. In jedem der attacca ineinander übergehenden Abschnitte I-VIII werden jeweils ausschliesslich die 142 Töne dieses Fragmentes verwendet; nach dem Schubert-Fragment selber (IX) folgt ein Epilog (X) mit den Tönen c und f als den einzigen dort nicht vorkommenden Tönen der chromatischen Leiter. Durch die Verzahnung der jeweils aufeinanderfolgenden Abschnitte mit motivischen Elementen ergibt sich eine Metamorphose über die Schnittstellen der schnell wechselnden Szenenfolge hinaus.
Der Titel des Stückes spielt auf Siegfried Lenz' Erzählung "Einstein überquert die Elbe bei Hamburg" an. Lenz' Geschichte vom auf den ersten Blick unscheinbaren Alten auf der Elbfähre bei Hamburg, dem es Kraft seiner Gedanken gelingt, die Zeit anzuhalten und in dessen Person sich wie in einem Brennspiegel sämtliches Geschehen bündelt, zeigt Schubertsche Parallelen. Der Titel "Schubert überquert die Donau bei Wien" spielt symbolisch auf diesen Bezug an: Ein für die Mitwelt unscheinbarer Musiker war der zentrale musikalische Kristallisationspunkt im Übergang der Klassik zur Romantik.
Durata: 7' 00"
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CHF: 21.00
67 pas sur la nappe de l'étang glacé (1997)
für Oboe und einen zugefrorenen See (Zuspielband)
Der Titel nimmt Bezug auf Edison Denissows Lebensdaten, sein Lebensumfeld und sein Orchesterstück "Sur la nappe de l'étang glacé". Die Klänge des Zuspielbandes wurden mittels eines Synthezisers Roland JV 1080 C bzw. Proteus 2 realisiert (technische Unterstützung: Michael Baumgartner).
Durata: 4' 00"
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CHF: 13.00
(DAT available from the composer.)
Gorillas are sleeping at night (1997)
für Sopran, Alt, gemischten Chor (SATB) und Klavier vierhändig mit kleiner Perkussion
Testo: Wissenschaftssprache
Lyrisches, atmosphärisches Stück über die Lebenswelt der Mountain Gorillas; Chorpartien auch von gutem Laienchor realisierbar. Die kleine Perkussion (Becken, kleines Tam-Tam, Woddblocks, Glasrassel) wird von den PianistInnen gespielt.
Durata: 10' 00"
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CHF: 49.00
Licht bei Vermeer (1997-1998)
für achtstimmigen Chor (SSAATTBB), Bassetthorn und Vibraphon
Testo: Vincent van Gogh, Pieter Teding van Berckhout, Dirk Hannema, Catharina Bolnes, Alltagssprache
Kaum etwas ist über das Leben von Jan Vermeer (1632-1675) bekannt. Nur wenige zeitgenössische Berichte und überhaupt keine Selbstzeugnisse des Malers, der seine Heimatstadt Delft kaum verliess, sind überliefert. Auch das malerische Oeuvre ist mit nur rund 35 erhaltenen Bildern sehr schmal. Dennoch gilt Jan Vermeer als einer der überragenden Maler seiner Epoche, der bezüglich Lichtführung, Perspektive und Farbwirkung neue Dimensionen erschloss.
"Licht bei Vermeer" versucht, mit kompositorischen Mitteln Charakteristika der Licht- und Farbkonzeption von sieben Bildern Vermeers auf die musikalische Ebene zu übertragen. Während Bassetthorn und Vibraphon im allgemeinen für die einzige von Vermeer gemalte Ansicht seiner Heimatstadt stehen (Ansicht von Delft, um 1660/61), greift der Chor sechs der in dieser Stadt situierten Genreszenen auf: Lautenspielerin am Fenster [um 1664], Herr und Dame beim Wein [o.J.], Das Mädchen mit dem Weinglas [um 1659-60], Stehende Virginalspielerin [um 1672-1673], Junge Dame mit Perlenhalsband [um 1664], Die Perlenwägerin [um 1664]). Jeder dieser Genreszenen ist als Textfragment ein Mosaikstein der Vermeer-Rezeption zugeordnet, wodurch der musikalische Bezug zum malerischen Werk Vermeers mit exemplarischen Aussagen zu Leben und Ausstrahlung gekoppelt wird.

Kennst Du einen Maler namens Vermeer?
Vincent van Gogh an Emile Bernard, 1888

Ich habe einen berühmten Maler namensVermeer besucht. Ich sah ein paar Beispiele seiner Kunst, deren aussergewöhnliches und ganz eigenartiges Element die Perspektive ist.
Pieter Teding van Berckhout, 1669

Die Werke des van der Meer aus Delft sind derart aussergewöhnlich, dass wir es nicht unterlassen können, auf sie hinzuweisen.
Auktionskatalog Paris 1836

Neben Rembrandt ist es Vermeer, der über allen grossen Künstlern jenes grossen Zeitalters steht.
Dirk Hannema, 1935

Während des verheerenden, sich lange hinziehenden Krieges war Vermeer nicht in der Lage, eines seiner Kunstwerke zu verkaufen.
Catharina Bolnes, 1675

Als Resultat dessen und aufgrund der sehr grossen Last seiner Kinder verfiel er derart, dass ihn aus gesundem Zustand innerhalb von anderthalb Tagen der Tod ereilte.
Catharina Bolnes, 1675

Durata: 12' 00"
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CHF: 36.00
Mandorla (1998)
für Klavier
Das Klavierstück "Mandorla" wurde im Sommer 1998 in Sydney komponiert, im Auftrag der Schweizer Organistin und Pianistin Helene Thürig, die ein "sakrales Klavierstück" gewünscht hatte. Das Stück basiert auf der Form des mittelalterlichen Heiligenscheins (Mandorla), die sich auch in der Bogenform der Komposition wiederspiegelt. Zentrales Element sind die (heiligen) Zahlen 3 und 7 sowie die Zahlen 8 (=Mandorla) und 12 (Gesamtzahl der Töne der chromatischen Tonleiter), auf denen die Gliederung des Stückes beruht. Ein musikalischer Bezug zu den mittelalterlichen Mandorla-Darstellungen findet sich in der Oberstimme des Klavierpartes. Die raschen melodischen Floskeln, wie als Vision "lontano" zu spielen, greifen mit ihren reinen 8-, 5- und 4- und unisono-Klängen Charakteristika des zweistimmigen geistlichen mittelalterlichen Liedes (organum) auf.
Durata: 3' 00"
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CHF: 16.00
Strassburgkonfiguration (1998)
für Gesang und Klavier
Testo: Hans Arp
Ein Text von Hans Arp über die Entstehung von Dada 1916 mit zahlreichen musikalischen Querbezügen und aleatorischen Passagen; Ambitus der Singstimme a-a''.
Durata: 3' 00"
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CHF: 18.00
Alle Schatten der Blätter (1998)
5 Madrigale
für Sopran solo
Testo: Ulrich Suter
Durata: 7' 00"
Manuscritto
Shark Turtle Ray (1998-1999)
für Oboe, Viola und Gitarre
Die Anfrage des Mitteldeutschen Rundfunks, für den MDR-Sommer 1999 ein Stück mit Bezug zu Paul Klee zu schreiben, erreichte mich während eines Auslandjahres in Sydney. Umgeben von einer einzigartigen Flora und Fauna, erinnerte ich mich an die in vielen Bildern Paul Klees zum Ausdruck kommende starke Affinität zum Leben am und im Wasser, an seine zahlreichen Hafen- und vor allem Fischbilder. Was hätte Paul Klee bei einem Aufenthalt auf dem 5. Kontinent gemalt? "Shark Turtle Ray" sind drei solcher imaginärer Bilder, australische Szenen nach Paul Klee, inspiriert von Klees eigenen verwandten Motiven. Jeder der drei Sätze geht sowohl von einem Kerninstrument als auch einem spezifischen musikalischen Material aus. In "Shark" (Hai) sind es Mehrfachklänge der Oboe, in "Turtle" (Wasserschildkröte) die natürlichen Flageolett-Töne der Gitarre, in "Ray" (Rochen) enge Akkordglissandi der Viola, die den Charakter und die Entwicklung des Satzes initiieren.
Durata: 7' 00"
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CHF: 21.00
I giganti nell'autosilo (1999)
für Chor a cappella (hohe Stimmen)
Testo: Franz Hohler
I giganti nell'autosilo - Una storia misteriosa - Il maiale di marzapane.
Drei skurrile Geschichten, erzählt in einem parodierenden Spektrum aus gesungenen, gesprochenen und gehauchten Passagen. Kleine (und aus dem Chor zu besetzende) Perkussion ad libitum.
Durata: 11' 00"
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CHF: 39.00
Im innersten Winter (requiem) (1999)
für Sprecher, Bassklarinette und Gitarre
Testo: Andreas Neeser
Komponiert im Rahmen der Ausstellung des Stapferhauses Lenzburg "Last minute. Eine Ausstellung zu Sterben und Tod", beruht das Stück auf acht Gedichten des Aarauer Autors Andreas Neeser (*1964). In seiner im pendo-Verlag erschienenen Gedichtsammlung "Treibholz" verarbeitet Neeser den Tod seines Bruders - die Texte reflektieren persönliche Erfahrungen im Umgang mit Sterben, Tod, Vergänglichkeit. Das Stück lehnt sich formal rudimentär an die mehrteilige Struktur des traditionellen liturgischen Requiem-Textes an. So entsteht eine Art Mini-Zyklus ineinander übergehender kurzer Einzelsätze, wobei die einzelnen Abschnitte musikalisch auf Strukturen, Charakteristika und emotionelle Ebenen der Gedichte Bezug nehmen.
Durata: 14' 00"
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CHF: 31.00
Distant calls (1999-2000)
für Saxophonquartett und Klavier
Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts durchstreifte der Tasmanische Tiger, ein wolfs-ähnliches Säugetier ohne Verwandtschaft zum Tiger, aber mit tigerähnlicher Fellzeichnung, den vor Australiens Südküste gelegenen Inselstaat Tasmanien. Nach jahrzehntelanger Jagd war er 1936 vom Erdboden verschwunden, ausgerottet aufgrund seiner vermeintlichen Neigung, Schafe zu reissen, wobei eine Kopfgeldprämie für jedes erlegte Tier bezahlt wurde. Dennoch reisst seither die Kette jener nicht ab, die behaupten, einen Tasmanischen Tiger gesichtet zu haben: Sie nähren die stete Hoffnung, dass einige Tasmanische Tiger in unzugänglichen Gegenden überlebt haben mögen. Das Rätsel des Tasmanischen Tigers erweist sich so als Parabel des modernen Menschen, der die Zerstörung des Gartens Eden rückgängig machen möchte.
Das Stück "Distant calls" wurde inspiriert durch die 1998/99 in Hobart/Tasmania gezeigte Ausstellung "The Mystery of the Thylacine". Die Struktur des Stückes richtet sich ausschliesslich nach der charakteristischen Fellzeichnung des Tasmanischen Tigers und seiner singulären Fähigkeit, das Maul in einem 120°- Winkel aufzureissen.
Durata: 11' 00"
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CHF: 31.00
Voiles (2000)
3 Skizzen
für 3 Oboen
Drei unterschiedliche "Schleier" für Oboentrio, die versuchen, oboentypische Klangklischees zu meiden.
Durata: 6' 00"
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CHF: 16.00
Intarsien (1998-2000)
4 Miniaturen
für Sopran und Klavier nach Texten von Ulrich Suter
Testo: Ulrich Suter
Filigrane Skizzen, die dem im Vordergrund stehenden Sopran sparsame "Schattierungen" des quasi obligaten Klaviers beimischen.
Durata: 7' 00"
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Es werde Licht (2000)
für Viola solo
"Es werde Licht", nach einer Fotografie von Silvia Kamm, bezieht sich auf die Situation unmittelbar vor (resp. im) Konzert: Ausgehend vom Stimmen der Saiten, katapultiert sich der/die Solist(in) in den musikalischen Fluss und "erforscht" das Instrument gleichzeitig quasi "dreidimensional" (horizontal quer: Akkorde; horizontal längs: glissandi; vertikal: pizzicati). Eine theatralische Geste beim Vortrag ist durchaus erwünscht! Ebenso wie die Fotografie von Silvia Kamm mit den erleuchteten Notenständern im verlassenen, nachtschwarzen Raum, steht der Titel des Stückes auch durchaus symbolisch für diese Polarität (vor/im Konzert). Mit zunehmender "Verinnerlichung" des Stückes nimmt eine zusätzliche inhaltliche Ebene den Aspekt des Lichtes auf. Die melodischen Gesten des Schlussteils sind in den Schwingungszahlen der Einzeltöne direkt von den Wellenlängen des sichtbaren Lichts (rot, orange, gelb, grün, blau, violett) abgeleitet.
Durata: 7' 00"
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CHF: 16.00
Rubin (2001)
für Streichorchester
Betörende musikalische Fragmente des Duettes "Sancta mater istud agas" aus Pergolesis Stabat Mater tauchen auf aus dem musikalischen Fluss... Neu instrumentiert stehen sie an der Originalstelle der Partitur, während die dazwischen liegenden Abschnitte des Duettes mit neuen Chiffren/Gesten über das Motiv der Stabat Mater "gefüllt" werden. Das Tonmaterial wird von diesen Originalzitaten aus entwickelt und führt auf sie hin. Kurze Episoden von Solovioline und Streichquartett stehen als Reminiszenzen für den (zu) konzertanten Gestus, wie er Pergolesis Stabat Mater in zeitgenössischen Kritiken vorgehalten wurde. Der so in seiner Originallänge "neu komponierte" Satz wird von symbolischen Abschnitten eingerahmt. Den Anfang bildet eine sinkende "schiefe Ebene" aus Pergolesi-Motivfragmenten, von einem steigenden Bordunton "kreuzartig" durchdrungen. Und die 2x7 "Akzente" der Coda stehen symbolisch für die 14 Stationen des liturgischen Kreuzweges.
Durata: 11' 00"
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CHF: 34.00
Mandorla (1998-2001)
für Sopransaxophon solo
"Mandorla" für Sopransaxophon ist eine Transkription des gleichnamigen, 1998 in Sydney entstandenen Klavierstückes. Obwohl sich die Fassung für Saxophon gegen-über der ursprünglichen Klavierversion einige Freiheiten nehmen muss, so bleiben viele Charakteristika der Originalfassung gewahrt. Die Struktur des Stückes, ausgehend von der Form des mandelförmigen Heiligenscheins (Mandorla), wird weit-gehend von den (heiligen) Zahlen 3 und 7 sowie ergänzend von den Zahlen 8 (=Mandorla) und 12 (Gesamtzahl der Töne der chromatischen Leiter) bestimmt. Ein musikalischer Bezug zu den mittelalterlichen Mandorla-Darstellungen findet sich in den raschen melodischen Floskeln der Oberstimme, die sich an Charakteristika des zweistimmigen geistlichen mittelalterlichen Liedes (organum) anlehnen.
Durata: 5' 00"
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CHF: 16.00
A Dictionary of Maladies (2002-2005)
Kammeroper
für zwei tiefe Stimmen und Kammerensemble (Klar [Bklar], ASax [BarSax], Fag [KFag], elektr. Gitarre, Perkussion (zwei Spieler), Vcl, Kb)
Nach einem Libretto von Jen Craig.
Im Broadmoor Asylum, einer Anstalt für kriminelle Geisteskranke, treffen sich im England der 1920er Jahre zwei Männer. Als Insasse: William Minor, ehemaliger Arzt aus dem amerikanischen Bürgerkrieg und einer der wichtigsten Mitarbeiter am Jahrhundertwerk des „Oxford Dictionary of English“. Als Gast: John Ruskin, der symbolistische englische Maler und Schriftsteller. Beide Personen sehen sich ohnmächtig dem Sturmwind des 20. Jahrhunderts ausgesetzt. Die Welt, so ihre Meinung, kann nur gerettet werden, wenn sie beide sich von ihren eigenen Sünden befreien. In den vier dramatischen Szenen dieser Kammeroper entfaltet sich eine zerbrechliche Balance zwischen Leben und Tod. Das dichte und vielschichtige Libretto der australischen Autorin Jen Craig beleuchtet Obsessionen, Erinnerungen und Hoffnungen in einer Welt zwischen Realität und Wahn, zwischen Schuld und Sühne. Die Musik geht von Schlüsselworten des Textes (Rolling – Spitting – Gliding – Breathing) aus und evoziert dazu kontrastierende Klangwelten: nachtschwarze Wellen – groteske Akzente – Assoziationen an Erotik und Furcht – Atem als Essenz des Lebens.
Durata: 30' 00" ((bei konzertanter Aussührung))
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CHF: 99.00
Gand (2005)
für Bariton solo
Der ursprünglich vorgesehene Uraufführungsort am Mongolei-Festival "Roaring Hoofs" liess mich einen adäquaten Text für diesen speziellen Aufführungsort suchen. So steht die Innerschweizer Sagenwelt im Zentrum, deren archetypische Elemente sich in ähnlicher Form an vielen Orten der Welt wieder finden mögen: Regeln, die beachtet werden müssen, um nicht den Zorn der Natur/Gottes hervorzurufen - der Segen, mit dem das eigene Hab und Gut vor Unheil geschützt wird - das verbotene Überschreiten von Grenzen, welches bestraft wird. Mit dem gesungenen Betruf resp. Alpsegen zieht der Senn allabendlich einen symbolischen Bann- und Schutzkreis um die Alp, den "goldenen Ring", der Menschen, Tiere, Hab und Gut vor Unheil schützt. Zwölfmal erklingt in diesem Stück ein Alpruf vom Urnerboden, der dabei den Quintenzirkel abschreitet, womit sich symbolisch der Kreis des Segens schliesst. Zu den Dreitonmotiven des Alpsegens entfaltet sich in geisterhaften glissandi, "furor"-Ausbrüchen und einer wellenhaften Katharsis die unausweichliche, archetypische Folge von Frevel und Bestrafung. Die schicksalhafte Strafe nach der Versündigung ist wiederum nach zwölf Notensystemen abgeschlossen: Der Kreis schliesst sich. Um den mit dem Alpsegen abgesteckten "goldenen Ring" und Schutzkreis symbolisch zu unterstreichen, kann der Sänger (ad lib.) während des Vortrags einen Kreis um die Zuhörer abschreiten. Entsprechend der zugrunde liegenden Tradition kann das Stück unter freiem Himmel aufgeführt werden; bei der Aufführung in einem Konzertraum sollte die Akustik nicht allzu trocken sein. Der Titel "Gand" [urnerdeutsch = Geröllhalde] steht symbolisch für das Schicksalhafte der besungenen Sagenwelt.
Durata: 5' 00"
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CHF: 31.00
Painting / Orange (2007)
für Orgel und Saxophon
Das Stück nimmt Bezug auf ein Bild eines der herausragendsten Malers der australischen Moderne, Brett Whiteley. In fünf Szenen (Grundierung - Gesten - Farben - Vögel - Firnis) wird die Intensität der Farbwirkung des Bildes gespiegelt und gleichzeitig der physische Malvorgang thematisiert.
Durata: 8' 00"
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CHF: 26.00
Fussball (2008)
4 Etüden
für Klavier solo
Die Angst des Tormanns beim Elfmeter - Die Kunst des Dribblings - Die Euphorie der Welle - Kanon für 11 Spieler.
Manuscritto
CHF: 21.00
Die chemischen Elemente (2008)
für Flöte, Saxophon und Vibraphon
Struktur und Ablauf des Stückes richten sich nach dem Periodensystem der chemischen Elemente. Innerhalb der sieben Perioden des Periodensystems repräsentieren die drei Instrumente spezifische Gruppen von Elementen (Metalle, Halbmetalle, Nichtmetalle, Edelgase). Kleine Varianten der Spieltechnik und der "Verformbarkeit" repräsentieren die chemischen Eigenschaften in jeweils eintaktigen 5/4-"Porträts" der einzelnen Elemente, welche zu einem lyrischen schwebenden Klangfuss verbunden werden.
Durata: 6' 00"
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CHF: 26.00
Järvi (2009)
für Violoncello solo
Järvi (finnisch = der See) beschreibt, ausgehend von den Durchschnittstemperaturen und den Niederschlagsmengen in Punkaharju/Südostfinnland, einen Gang durch die Jahreszeiten von Januar bis Dezember. Das Stück entstand für eine Aufführung am Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb und bietet innerhalb seines dramaturgischen Bogens gleichzeitig eine Einführung in verschiedene zeitgenössische Spieltechniken für Violoncello.
Durata: 8' 00"
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CHF: 18.00
Fanfare for Sandringham (1991-2010)
für Trompete und Posaune
"Bright and noble" – eine festliche Fanfare in Des-Dur.
Durata: 2' 00"
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CHF: 16.00
Ballade (Dällebach Kari) (2011)
für Vokalquartett (SATB)
Testo: Mani Matter
Arrangement nach Mani Matter.
Durata: 3' 00"
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CHF: 21.00
Chue am Waldrand (2011)
für Vokalquartett (SATB)
Testo: Mani Matter
Arrangement nach Mani Matter.
Durata: 3' 00"
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CHF: 23.00
Gran Partita (2011)
für Bläserseptett (Fl, Ob, Klar, Bh, BKlar, Fag, Horn)
"Die Möwe spielt noch immer. Doch sie ist nicht mehr allein. Eine nach der Andern sind sie gekommen, gegen den Wind. Ein Fagott ist da, ein langes,dünnes Klagen; eine Oboe, guttural; ein Horn, Hörner, unterschiedlich warm, trocken im Blech; eine tiefe Stimme, ein sonorer Bass, zieht lange,dicke Fäden in den Klangteppich. Dreizehn Möwen auf dem Felsvorsprung über mir, und jede spielt ihren Ton. Höhen und Tiefen, Wärme und Kühle,ein mythischer Chor, eine Serenade aus dem Wind."
Die Anzahl Möwen in diesem Ausschnitt aus einer Kurzgeschichte des Schweizer Autors Andreas Neeser nimmt Bezug auf die Anzahl Instrumente in Mozarts berühmter Bläserserenade "Gran Partita", welche auch Neesers Kurzgeschichte ihren Namen gab. Erschienen im Erzählband "Unsicherer Grund" (Haymon, 2010) ist Neesers "Gran Partita" eine Hommage an die Natur und die Mythen der Bretagne: Eine Beobachtung am westlichsten Abbruch der Bretagne und eine Naturmetapher, in der sich auch der Mensch mit seinen Emotionen spiegelt.
Meine im Auftrag der Bläsersolisten Aargau komponierte "Gran Partita" spiegelt wiederum in der Musik Neesers Text und die in ihm evozierte Natur – die strukturellen Elemente der Kurzgeschichte, aber auch Geologie und Fauna der Bretagne. In den Skalen der Instrumente wird die Struktur des vorherrschenden Gesteines – Granit – symbolisiert, die Vegetation und der Topos des Meeres mit dem Ruf der Möwen. Aussermusikalische Parameter prägen das musikalische Material, bei dessen Gestaltung die melodische Linie absolute Priorität geniesst. Es entsteht eine selbständige Klangmetapher aus Linien und Farben, die den zu Grunde liegenden Stoff als Erklärung nicht mehr benötigt.
Durata: 13' 00"
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CHF: 42.00
Diskographie
Groupe Lacroix - The Composer Group (Creative Works Nr. 1030, 1997)
Werke:
Darbellay, Jean-Luc: Empreintes (1996)
Henking, Christian: Novalis 24 (1996)
Schneider, Michael: touch(e)! (1996)
Brennan, John Wolf: Rhap.s.odie, op. 122 (1996)
Mit weiteren Werken von: Marianne Schroeder, Michael Baumgartner, Edison Denissov
Info: www.fonoteca.ch
Bibliografia
Schneider, Michael: Artikel "Fröhlich, (Friedrich) Theodor", in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart (Zweite Auflage), Personenteil, Bd. 7, hrsg. von Ludwig Finscher, Kassel Basel 2002, Sp. 193-195